Bildbearbeitung

 

Viele denken auch heute noch, nach dem Fotografieren werden die Fotos auf den Computer übertragen und danach ist die Arbeit des Fotografen getan. Soviel kann ich euch schonmal vorab sagen: Das ist falsch. Wir Fotografen verbringen viel mehr Zeit vor dem Monitor als so manch einer vermutet.

 

Die Bildbearbeitung (oder auch Retusche) ist ein ganz großes Thema. Für mich gehört sie auf jeden Fall zum kreativen Schaffensprozess eines Fotografen dazu. Was früher die Dunkelkammer war, ist heute das Bildbearbeitungsprogramm am Computer. Bei Portraits kann hier durchaus schonmal eine halbe Stunde pro Foto angesetzt werden. Das variiert jedoch stark und ist abhängig von den Wünschen und vor allem von der Hautbeschaffenheit des Kunden. Bei Personen mit unreiner Haut und vielen Pickeln benötigt man logischerweise mehr Zeit als bei sowieso schon reinen,  ebenmäßigen Hauttypen.

 

Pickelchen und störende Elemente - wie hier z.B. die Fransen auf der Schulter - werden bei der Bildbearbeitung entfernt.

 

Ich bearbeite alle Fotos mit Adobe Photoshop. Die Möglichkeiten sind hier - so scheint es manchmal - unendlich und ich glaube es gibt nur sehr wenige Menschen auf der Welt, die wirklich alle Funktionen in diesem komplexen Programm kennen. Jeder Bereich in der Fotografie hat bei der Bildbearbeitung spezielle Anforderungen: bei Portraits werden beispielsweise andere Werkzeuge gebraucht als bei Architekturfotos.

 

Der Ablauf bei meiner Portraitretusche ist meistens gleich. Ich arbeite mit der Frequenztrennung und verfeinere hier in den verschiedenen Ebenen (Farbe & Details) das Hautbild. Störende Elemente entferne ich meistens in einer separaten Ebene. Wenn nötig lege ich noch eine Ebene an, in welcher ich manche Bereiche aufhelle oder abdunkle (dodge & burn), um stärkere Kontraste zu erzielen oder den Fokus auf einen bestimmten Bildpunkt zu richten. Zum Schluss kommt ein leichter Weichzeichner über die Haut - die Betonung liegt hier auf "leicht"! Die Person soll ja im Normalfall nicht aussehen wie eine Puppe. Es darf also auf jeden Fall noch Struktur in der Haut erkennbar sein.

 

Bei Beauty-Aufnahmen darf es ruhig ein bisschen mehr Bildbearbeitung sein. Bei ganz normalen, natürlichen Portraits lege ich großen Wert darauf, es mit der Retusche nicht zu übertreiben.

 

Während der Bildbearbeitung mache ich regelmäßig einen Vorher-Nachher-Vergleich, indem ich alle Ebenen - bis auf die Hintergrundebene mit dem Originalbild - ausblende. Das kann ich nur jedem empfehlen, denn hierbei fällt oft auf, ob man sauber gearbeitet oder irgendwo übertrieben hat. Ich bin was das angeht eine kleine Perfektionistin und versuche wirklich, die Person nur so wenig wie möglich und soviel wie nötig zu retuschieren. Auch Falten werden von mir in der Regel nur gemildert, nie ganz entfernt.

 

Unsere kleinen "Schönheitsfehler" sind doch das, was uns ausmacht. Es bricht mir manchmal das Herz, wie selbstkritisch viele Menschen heutzutage sind und sich auf Fotos nicht gut leiden können. "Wenn ich lache habe ich so viele Falten!" oder "Auf Fotos gefalle ich mir eh nie" sind Sätze, die ich oft zu hören bekomme. Toll ist es, wenn diese Menschen hinterher mit einem guten Gefühl mein Fotostudio verlassen und ich es doch geschafft habe, sie mithilfe meiner Bilder von sich selbst zu überzeugen.

 

Bei all den Möglichkeiten, die es heute gibt und all den automatischen Filtern bei Instagram & Co. sollte man nie vergessen, was wahre Schönheit bedeutet - einen schönen Charakter zu haben und mit sich selbst im Reinen zu sein.

 

Ich wünsche euch noch einen wundervollen Abend!

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